Interview mit Shalimara “Ich liebe es in die Story einzutauchen und die Spielwelt zu erkunden”

Wir haben mit der lieben Shali ein tolles Interview führen dürfen. In dem Interview erzählt Sie uns etwas über ihren Kanal und wie Sie sich auf die Streams vorbereitet. Virtuelle Kekse und ganz viel familliäre Stimmung erwartet euch im Stream.

Streamlink: https://www.twitch.tv/shalimara/

Aber liebe Shali, beschreibe uns doch einmal deinen Twitch-Kanal und was dem Zuschauer dort erwartet?

Mein Twitch Kanal schmückt sich mit einem eher mädchenhaften Design, mit vielen Kirschblüten, da ich ein großer Japan- und Kirschblütenfan bin. Dagegen ist der Rest allerdings absolut nicht mädchenhaft, sondern chaotisch. Ich habe versucht so gut wie möglich meinen Charakter und mein Wesen in meinen Kanal fließen zu lassen. Das habe ich auch ganz gut hinbekommen, wie ich finde. Ich bin ehrlich zu meinen Zuschauern und sage meine Meinung, weil ich finde, das es nichts bringt sich zu verbiegen oder zu verstellen. Streaming ist für mich ein Hobby und da möchte ich, ich selbst sein. Bisher hat das auch super funktioniert und die Leute sind von alleine in meinen Stream gekommen und haben sich zu einer kleinen, aber feinen Community zusammengefunden. Wir halten zusammen und haben gemeinsam sehr viel Spaß.

Wenn man sich auf meinen Kanal verirrt, kann man Chaos, lustige Gespräche und viele Kekse erwarten. Ich spiele auch oft mit Freunden, anderen Streamern oder auch mit der Community zusammen. Vor allem meine Community ist mir sehr wichtig, weshalb ich auch oft Events veranstalte oder auch Giveaways, bei denen jeder mitmachen kann.

Was man bei mir wahrscheinlich nie finden wird, ist der sogenannte Skill. Ich spiele die Spiele wie sie mir gefallen, einfach, weil ich Spaß daran habe und nicht weil ich etwas Bestimmtes darin erreichen will. Für mich steht der Spielspaß im Vordergrund, deshalb habe ich kaum Overlay im Stream oder nutze nur selten eine Webcam. Ich möchte den Blick aufs Spiel freilassen und diesen nicht mit unnötigen Overlay Elementen stören.

Was meinen Content angeht, den ich biete, kann man mich als Variety Streamerin bezeichnen. Ich spiele alles, auf das ich Lust habe und mir Spaß macht. Das zieht sich kreuz und quer durch fast alle Spiele Genres. Ich mag aber vor allem Story, Rätsel und Erkundungsspiele. Diese gibt es auch am meisten auf meinem Kanal zu sehen. Abwechslung davon sind meine Kreativstreams, in denen ich mal etwas bastel wie z. B. für Ostern oder mit Bügelperlen/Diamond Painting etwas mache. Das mache ich aber nur spontan und ist kein regelmäßiger Bestandteil meines Kanals.

Wie bereitest Du dich auf deinen Stream vor? Welche Arbeit steckt eigentlich dahinter wenn es um das ganze drumherum geht?

Über die letzten Jahre hat sich schon fast eine feste Routine entwickelt, die vor und nach einem Stream abläuft. Ich starte zuerst mein Streaming Programm und stelle dort Titel etc. alles ein, während ich nebenbei schon mal das ausgesuchte Spiel starte. Danach folgt der Internetbrowser, in dem ich Twitch öffne und mein Dashboard auswähle. Ab und an öffne ich auch noch einen Tap mit Youtube, für DMCA freie Musik im Hintergrund laufen zu lassen. Discord ist auch immer direkt im Hintergrund offen, falls jemand mitspielen will und auch um einen Blick auf die Community außerhalb von Twitch zu haben. Sobald das alles erledigt ist, starte ich schon mal den Stream mit dem Starting Screen, wo ich immer eintrage, wann es genau losgeht. Ich nutze das sehr gerne, da sich so meine Zuschauer in Ruhe noch was zu trinken oder essen holen können, bevor der eigentliche Stream losgeht. Zuletzt positioniere ich noch mein Mikrofon und Wechsel auf die passende Szene für den Stream. Das waren auch schon alle Vorbereitungen, die ich vor einem normalen Stream mache. Es kann sich auch mal etwas ändern, wenn ich zum Beispiel etwas Kreatives mache, dann muss noch die Webcam eingestellt und eingerichtet werden und auch der Arbeitsplatz vorbereitet werden.

Das ganze drumherum ist schon mehr Arbeit, wobei sich das natürlich bei jedem unterscheidet. Ich mache mir regelmäßig Gedanken darüber, was ich verbessern könnte oder welche Dinge noch fehlen oder weg könnten. Oft tausche ich mich auch darüber mit der Community, meinen Mods oder Streamerkollegen aus. Das beansprucht gerne mal mehrere Stunden am Tag oder in der Woche.

Im Kanal steckt dann auch noch viel Arbeit, man möchte ein gutes Design und Konzept haben, das sich wie ein roter Faden durchzieht. Je nachdem ob man jemanden damit beauftragt die Sachen zu designen oder ob man es selbst macht, ist es auch sehr zeitintensiv bis alles so ist wie man es haben will. Ich habe z. B. bisher alles selbst gemacht, bis auf mein Starting Video, was ich von einem lieben Communitymitglied zur Verfügung gestellt bekommen habe. Es hat mehrere Tage gedauert, bis Panel, Texte, Discord, Streamoverlays und die ganzen Einstellungen fertig waren. Den Großteil davon macht man meistens nur einmal und muss vielleicht nur ab und an mal etwas aktualisieren. Es gibt aber auch viele Dinge, die man regelmäßig überarbeiten und anpassen muss, was nicht wenig Arbeit und Zeit bedeutet. Ein Beispiel dafür sind die Einstellungen und Social Media. Updates der Hard-/Software erfordern gerne mal eine Überarbeitung und Anpassung der Sound und Spieleinstellungen, bis alles wieder so ist wie man es will. Social Media, sofern man sich damit auseinandersetzt, ist wohl der zeitaufwendigste Teil, um den man sich außerhalb des Streams kümmern kann. Egal ob Twitter, Facebook, Instagram oder Youtube, man möchte stets aktiv und aktuell sein. Es ist ja Werbung für den eigenen Kanal und Content, was Einiges ausmachen kann. Ich selbst nutze eine „leichte“ Form davon, heißt ich bin zwar aktiv und schreibe z. B. regelmäßig auf Twitter oder poste Bilder auf Instagram, aber nicht jeden Tag und das mehrmals. Meistens sind es nur Streamankündigungen oder Bilder von meinen Katzen. Dennoch kostet mich das gerne mal 1 Stunde meiner Zeit. Alles zusammengerechnet komme ich sicher auf ca. 2- 3 Stunden Arbeit pro Tag, die ich außerhalb des Streams für genau diesen nutze. Es variiert natürlich und man steckt mal mehr mal weniger Zeit rein, weil vielleicht gerade nicht viel anliegt oder halt mal mehr. Dennoch ist es keine Sache von 5 Minuten, es steckt schon viel Arbeit dahinter und das wenigste davon bekommt ein Zuschauer mit, da es hinter den Kulissen passiert. Ich denke auch, viele unterschätzen das, weil sie selbst nicht in der Position sind und es so nicht nachvollziehen oder es sich vorstellen können. Für mich selbst ist es nicht mal Arbeit, sondern gehört dazu, weil mir das Streamen Spaß macht und ich deswegen gerne meine Zeit dafür opfere.

Du spielst häufig mal Sea of Thieves, was macht dieses Spiel für dich so besonders und wie unterscheidet es sich von Storyspielen wie Horizon Zero Dawn, welches Du ja auch schon durchgespielt hast?

Ich spiele tatsächlich sehr wenig Sea of Thieves, eigentlich nur dienstags Abends mit einem befreundeten Streamer und ein paar Freunden. Wenn die Zeit es zulässt und man mal Abwechslung braucht, auch mal zwischendurch. Ich bin kein besonderer PVP Fan, was ein Großteil des Spieles ausmacht. Aus diesem Grund spiele ich es auch hauptsächlich nur mit Freunden zusammen und nicht, weil ich selbst das Spiel besonders gut finde. Es macht mir Spaß, keine Frage, aber auch nur wenn es nicht ums PVP geht. Ich höre auch schnell mal auf zu spielen, wenn es zu viel PVP wird, weil dann der Spielspaß von meiner Seite nicht mehr da ist. Im Vergleich zu Story-Games wie Horizon Zero Dawn, ist Sea of Thieves für mich ein reines Community/Zwischendurch Spiel. Das heißt ich spiele es, nur wenn ich die Leute dafür habe und dann auch nur, weil ich gerne mit ihnen gemeinsam etwas machen möchte. Sobald es mir keinen Spaß mehr macht, höre ich damit auf und fasse das Spiel auch nicht mehr an. Für PVP Fans ist es sicher ein gutes Spiel, ich vermute es nur da ich wie bereits erwähnt diesen Teil des Spieles nicht mag, da es ein richtiges Piratenleben darstellt. Schließlich sind diese ja auch auf Raubzüge gegangen und haben sich Seeschlachten mit anderen geliefert. Das lockt bestimmt viele Spieler zu Sea of Thieves und sorgt dafür, dass genug Leute es auch spielen.

Ich bevorzuge da eindeutig Spiele wie Horizon Zero Dawn, da ich es liebe in die Story einzutauchen und die Spielwelt zu erkunden. Darin gehe ich so richtig auf und sehe dem Ende eines solchen Spiels immer mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen. Ich vermute das liegt daran, dass ich eine kleine Leseratte bin und mich schon immer gut in Geschichten hineinversetzen konnte. Das merkt man mir glaube ich auch an, wenn ich während des Spielens die verschiedensten Theorien aufstelle, wie die Story weitergeht oder was ein bestimmtes Ereignis jetzt bedeuten könnte. Diese Gedanken machen sicherlich die Hälfte meiner Spielzeit aus, natürlich auf die eigentliche Spielzeit draufgerechnet.

Du machst mit bei der Aktion „Bad Amazonia“. Worum geht es da und warum ist dir das so wichtig?

Bei „Bad Amazonia“ geht es ganz simpel darum zu zeigen, dass man gemeinsam gegen Diskriminierung von weiblichen Gamern, Streamern und Lets Playern ist. Die Seite dazu gibt es glaub ich schon nicht mehr bzw. den Discord, aber ich nutze dennoch weiterhin das Bild dazu. Aus einem einfachen Grund, es ist weiterhin ein aktuelles Thema leider. Ich habe selbst einige weibliche Streamerinnen kennengelernt, die im Stream oder auch per Privatnachricht mit unschönen Texten angeschrieben wurden. Man wird auch oft als weibliche Person im Gaming und Streaming Bereich nicht für voll genommen/ aufs Geschlecht reduziert oder schlimmeres werden. Dabei können Frauen genauso zocken und streamen wie ihre männlichen Kollegen. Es gibt zum Glück auch viele, die das sehr gut unter Beweis stellen und sich von solchen Menschen nicht aufhalten lassen. Ich selbst habe zum Glück bisher keine schlechten Erfahrungen bei diesem Thema gemacht. Damit auch andere davon verschont bleiben, möchte ich mit diesem Panel darauf aufmerksam machen, das es diese Problematik immer noch gibt und man etwas dagegen tun sollte, egal in welcher Art und Weise auch immer. Wir wollen schließlich alle einfach nur das machen, was uns Spaß macht und nicht dafür diskriminiert werden, nur weil man ein anderes Geschlecht hat.

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